TY - JOUR
T1 - Einstellungen zum Betreuten Wohnen in Österreich – Eine qualitative Studie
AU - Boggatz, T.
AU - Lechner, C.
N1 - Export Date: 14 December 2023
Correspondence Address: Boggatz, T.Urstein Süd 1, Austria; email: [email protected]
References: Boggatz, T., Einstellungen zum Betreuten Wohnen bei Seniorinnen und Senioren – Eine qualitative Studie (2011) Pflege, 24 (2), pp. 111-123; Boggatz, T., Dassen, T., Why older people seek nursing care. Towards a conceptual model for culture specific investigations (2011) Nursing Inquiry, 18 (3), pp. 216-225; Pflegefondsgesetz, , http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/I/I_01207/index.shtml, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMSAK), [30.11.2012]; Burns, N., Grove, S.K., (2005) Pflegeforschung Verstehen Und Anwenden, , München: Urban & Fischer; Castle, N., Sonon, K., The search and selection of assisted living facilities by elders and family (2007) Medical Care, 45 (8), pp. 729-737; Geser-Engleitner, E., Jochum, C., (2008) Betreutes Wohnen für ältere Menschen in Vorarlberg. Amt Der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Gesellschaft Und Soziales, , www.vorarlberg.gv.at/pdf/betreuteswohnenfueraelter.pdf, [11.12.2013]; Wunsch und Wirklichkeit beim Betreuten Wohnen (2000) Köln (Unveröffentlichtes Manuskript), , Institut für angewandte Verbraucherforschung e.V. (IFAV); Kremer-Preiß, U., Stolarz, H., (2003) Neue Wohnkonzepte für Das Alter Und Praktische Erfahrungen Bei Der Umsetzung Köln, , : Kuratorium Deutsche Altershilfe; Mayring, P., (2003) Qualitative Inhaltsanalyse, Grundlagen Und Techniken, , 8. Aufl., Weinheim, Beltz; Michel, L.H., Eichinger, W., Hastedt, I., Betreutes Wohnen für Senioren – Die ÖNORM CEN/TS 16118 (2012) Praxiskommentar Austrian Standards plus Publishing; (2004) Studie Zur Wohnsituation Von Seniorinnen Und Senioren in Sachsen-Anhalt, , Ministerium für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt, Magdeburg: Referat Presse und Öffentlichkeitsarbeit; Mühlbauer, H., (2008) Betreutes Wohnen für ältere Menschen. Dienstleistungsanforderungen Nach DIN, , 77800. Berlin: Beuth; Saup, W., (2001) Ältere Menschen Im Betreuten Wohnen: Ergebnisse Der Augsburger Längsschnittstudie Band, , 1, Augsburg: A. Möckl; (2013) Jahrbuch Der Gesundheitsstatistik Wien, , Statistik Austria, Verlag Österreich GmbH; (2014) Statistisches Jahrbuch, , http://www.statistik.gv.a./web_de/services/stat_jahrbuch/index.html, Statistik Austria, [23.05.2014]
PY - 2015
Y1 - 2015
N2 - Hintergrund: Einzelne Motive zum Einzug ins Betreute Wohnen wurden im deutschsprachigen Raum in quantitativen Studien erfragt, aber wie sie bei der Entscheidung für oder gegen einen Einzug zusammenspielen ist unbekannt. Ziel: Ziel dieser Studie war es, bei älteren Menschen in Österreich Typen von Einstellungen zum Betreuten Wohnen zu bestimmen, die sich aus dem unterschiedlichen Zusammenspiel einzelner Motive ergeben. Methode: In einer qualitativen Vergleichsstudie im Bundesland Salzburg wurden BewohnerInnen von Betreuten Wohneinrichtungen und zu Hause lebende, ältere Menschen mit halbstrukturierten Leitfadeninterviews befragt. Die Auswertung erfolgte mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und anschließender Typenbildung. Ergebnisse: Bei den BewohnerInnen gab es die Einstellungstypen «Proaktive Nutzer» mit konkreten Erwartungen nach mehr Sicherheit oder Bequemlichkeit, und «Einzug aufgrund externer Umstände», weil ein Wohnplatz verfügbar war oder weil sie sich durch körperliche Einschränkungen zum Einzug gezwungen sahen oder weil sie von anderen Personen beeinflusst worden waren. Bei den Zuhauselebenden gab es die Einstellungstypen «Bedingte Akzeptanz», «Ablehnung» und «Zwiespältig-Unschlüssige». Ungenaue Vorstellungen über Betreutes Wohnen standen oft einer informierten Entscheidung entgegen. Schlussfolgerung: Die Entscheidung für ein Betreutes Wohnen hängt nur zum Teil von konkreten Erwartungen ab. Bessere Information, Beratung durch eine Vertrauensperson und die Verfügbarkeit eines Wohnplatzes können eine Einzugsentscheidung beeinflussen.
AB - Hintergrund: Einzelne Motive zum Einzug ins Betreute Wohnen wurden im deutschsprachigen Raum in quantitativen Studien erfragt, aber wie sie bei der Entscheidung für oder gegen einen Einzug zusammenspielen ist unbekannt. Ziel: Ziel dieser Studie war es, bei älteren Menschen in Österreich Typen von Einstellungen zum Betreuten Wohnen zu bestimmen, die sich aus dem unterschiedlichen Zusammenspiel einzelner Motive ergeben. Methode: In einer qualitativen Vergleichsstudie im Bundesland Salzburg wurden BewohnerInnen von Betreuten Wohneinrichtungen und zu Hause lebende, ältere Menschen mit halbstrukturierten Leitfadeninterviews befragt. Die Auswertung erfolgte mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und anschließender Typenbildung. Ergebnisse: Bei den BewohnerInnen gab es die Einstellungstypen «Proaktive Nutzer» mit konkreten Erwartungen nach mehr Sicherheit oder Bequemlichkeit, und «Einzug aufgrund externer Umstände», weil ein Wohnplatz verfügbar war oder weil sie sich durch körperliche Einschränkungen zum Einzug gezwungen sahen oder weil sie von anderen Personen beeinflusst worden waren. Bei den Zuhauselebenden gab es die Einstellungstypen «Bedingte Akzeptanz», «Ablehnung» und «Zwiespältig-Unschlüssige». Ungenaue Vorstellungen über Betreutes Wohnen standen oft einer informierten Entscheidung entgegen. Schlussfolgerung: Die Entscheidung für ein Betreutes Wohnen hängt nur zum Teil von konkreten Erwartungen ab. Bessere Information, Beratung durch eine Vertrauensperson und die Verfügbarkeit eines Wohnplatzes können eine Einzugsentscheidung beeinflussen.
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U2 - 10.1024/1012-5302/a000434
DO - 10.1024/1012-5302/a000434
M3 - Artikel
SN - 1012-5302
VL - 28
SP - 205
EP - 218
JO - Pflege
JF - Pflege
IS - 4
ER -