Die Informatikerin Katharina Polanecvereinfacht die Kommunikation für komplexe
technische Systeme in Industrieprozessen. Das bringt mehr Effizienz und Sicherheit.
Entwicklungsprozesse in der Industrie
führen ganz unterschiedliche Berufs
gruppen zusammen: Menschen aus der
Technik, Softwareentwicklung und Kundenbe
treuung treffen auf Kaufleute. Jede Abteilung
hat ihre eigenen Werkzeuge und fachspezifi
schen Ausdrücke. Herzstück zur Verständigung
sind digitale Plattformen, auf die alle zugreifen
können. Die Salzburgerin Katharina Polanec
beschäftigt sich mit der Sprache, die es in sol
chen Modellen für erfolgreiches „Systems Engi
neering“ braucht, also für die Entwicklung ver
lässlicher Systeme. „Selbst bei vermeintlich
einfachen Begriffen wie Elektroauto muss ge
währleistet sein, dass alle Beteiligten dasselbe
meinen“, erklärt die Informatikerin. In ihrer
Dissertation hat sie sich mit standardisierten
Prozessen für grafische domänenspezifische
Sprachen – sogenannte DSLs – beschäftigt.
Die 28-Jährige forscht am Department Infor
mation Technologies and Digitalisation der FH
Salzburg. „Ich kann mich so richtig in etwas hi
neinfuchsen“, sagt Polanec über ihre Neugier.