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Rehabilitationseinrichtungen sollten auf Hitze reagieren und ihre Trainingspläne anpassen, zeigt Forschung aus Salzburg.

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Bei 30 Grad im Freien trainieren? Für Rehakliniken sind heiße Tage herausfordernd, denn sie müssen die Therapien entsprechend planen. Genau das sollte man in Zukunft weiter in den Mittelpunkt rücken, sagt Melanie Roth, Forschungsgruppenleiterin des Projekts RehabHeat an der FH Salzburg. Seit rund einem Jahr beschäftigen sie und ihr Team die Fragen: Wie hat sich der Hitzestress an den Rehabilitationsstandorten in Österreich entwickelt – und wie sollten Rehaeinrichtungen darauf reagieren?

Eines wisse man jedenfalls: Es wird immer heißer. Erst im Juni 2025 veröffentlichte das Gesundheitsministerium einen Nationalen Hitzeschutzplan. Darin fordert es dazu auf, Maßnahmen gegen Hitzebelastung für „besonders gefährdete Gruppen“ zu entwickeln. Denn es stehe außer Frage, dass sich „Personen mit Zusatzerkrankungen“ und ältere Menschen „schlechter an Hitze anpassen können“, beschreibt Roth.

Besonders problematisch sind längere Hitzeperioden mit Temperaturen von mehr als 30 Grad. Die Folge: Wenn Rehapatientinnen und -patienten an heißen Tagen draußen trainieren, „können die Trainingseffekte und die gesundheitsförderlichen Effekte nicht optimal erreicht werden, weil die Hitze sie schon so belastet“.

Schon fünf Grad mehr können bedeutend sein

RehabHeat wertete daher die Tageshöchsttemperaturen der vergangenen 30 Jahre für 64 Rehastandorte in ganz Österreich aus. „Und zwar retrospektiv auf der Datenbasis, die die Geosphere (der österreichische meteorologische Dienst, Anm.) hat.“ Der Mehrwert in der Praxis: „Wenn ich jemanden Hitzegefährdeten im Sommer auf Reha schicke, dann kann ich steuern, ob ich die Person im Juli nach Wien bei einer Durchschnittshöchsttemperatur von 29,4 Grad schicke – oder vielleicht nach Rohrbach mit 24,9 Grad.“ Denn auch fünf Grad seien viel und für die Gesundheit bedeutend.

 

Daneben sollte man zeitlich ausweichen, wie das Folgeprojekt RehabHeat 2.0 zeigt. „Jetzt sind wir daran interessiert, uns den tageszeitlichen Verlauf der Temperaturen anzuschauen“ und diesen mit den Therapieaktivitäten im Freien abzugleichen, schildert Roth. Der entscheidende Faktor dabei: Wie schwer ist die körperliche Anstrengung? Leicht, mittel, schwer oder sehr schwer.

In der Praxis „sollten Freiluftaktivitäten, die im mittleren bis schweren Bereich körperlicher Anstrengung sind, an heißen Tagen zwischen 14 und 15 Uhr zum Beispiel vermieden werden. Denn da wissen wir alle: Eigentlich ist das, wenn es heiß wird, in den südlichen Ländern Siesta-Zeit.“ Roth sagt daher: „Man muss Outdoor-Aktivitäten einfach mehr in die Tagesrandzeiten setzen.“ Hier sei auch „egal, ob der Hitzetag in Bad Gastein oder in Wien Innere-Stadt ist. Die Temperaturverläufe – sprich, ab wann es dann heiß wird – sind ähnlich.“

In einem dritten Schritt wollen sich Roth und ihr Team mit der persönlichen Beeinträchtigung durch Hitze beschäftigen, um diese Zeiten zu individualisieren. Schlussendlich sollen alle drei Projekte eine Datenbasis liefern, anhand derer die Rehazentren „informiert entscheiden können, was sie an ihrem Standort anpassen“, um sowohl Patientinnen und Patienten als auch das Personal zu entlasten. Und um die Therapieziele auch in Zeiten des Klimawandels zu erreichen.

Period23 Apr 2026

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