Die thermische Bauteilaktivierung, bisher vor allem im Betonbau verbreitet, soll erstmals auch im Holzbau eingesetzt werden. Dabei werden Rohrleitungen in Wänden oder Decken integriert, durch die ein Heiz- bzw. Kühlmedium (Wasser) fließt, um Räume gleichmäßig und energieeffizient zu temperieren. Im Rahmen des Projekts „aHolz“ der FH Salzburg wird untersucht, wie sich dieses Prinzip auf Brettsperrholz übertragen lässt. Holz unterscheidet sich von Beton durch eine geringere Dichte und Wärmeleitfähigkeit, was die Wärmeausbreitung verlangsamt. Deshalb müssen die Rohre näher an der Oberfläche und enger verlegt werden. Erste Tests mit Holzproben und Aluminium-Kunststoff-Rohren sowie begleitende Simulationen zeigen, dass die Methode grundsätzlich funktioniert. Ziel ist es, die Technik für den Markt zu optimieren und auch für mehrgeschossige Holzbauten nutzbar zu machen. Weitere Untersuchungen befassen sich mit dem Einfluss verschiedener Holzarten und Faserrichtungen auf die Wärmeleistung. Langfristig soll das System nicht nur zum Heizen, sondern auch zur Kühlung eingesetzt werden. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend und unterstützen den Trend zum nachhaltigen Holzbau.