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Schielen oder nicht Schielen? – Strabismus divergens intermittens, eine besondere Schielform

Publikation: Beitrag in Fachzeitschrift › Artikel › Begutachtung

Abstract

Hintergrund: Schielen tritt bei ca. 5–7 % der gesunden Kinder auf. Außenschielen ist mit 1,24 % weltweit seltener als Innenschielen. Der Strabismus divergens intermittens stellt mit 40–90 % die häufigste divergente Schielform dar. Das klinische Bild wurde von vielen AutorInnen beschrieben. Dennoch stellt es durch die Variabilität der Befunde eine therapeutische Herausforderung dar.
Material und Methode: Es wurden im Rahmen einer Literaturrecherche die Ergebnisse von Studien zum Strabismus divergens intermittens mit Fokus auf klinisches Bild, Untersuchungskriterien und Therapieansätze gesammelt und die Ergebnisse dargestellt.
Resultate: Der Strabismus divergens intermittens zeichnet sich durch eine besondere Binokularsituation und bisher ursächlich nicht vollends geklärte Symptome (Photophobie, Kneifen) aus. Konservative Therapien dienen der Entlastung des visuellen Systems, in vielen Fällen ist aber eine Schieloperation nötig. In der präoperativen Beurteilung ist der Stabilität des Schielwinkels besonderes Augenmerk zu schenken, als Entscheidungshilfe hinsichtlich Schieloperation hat sich der New Castle Control Score bewährt.
Schlussfolgerung: Die klinischen Charakteristika des Strabismus divergens intermittens sind klar beschrieben. Hinsichtlich therapeutischer Ansätze zeigen sich im internationalen Vergleich Unterschiede. Die Bedeutung der Einbeziehung der Eltern („shared decision making“) bei der Beurteilung der Schielhäufigkeit und bei der Operationsentscheidung ist zu betonen.
Titel in ÜbersetzungSquint or no squint?—Intermittent exotropia a very special kind of strabismus
OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)25-29
Seitenumfang5
FachzeitschriftSpektrum Augenheilkd.
Jahrgang35
Ausgabenummer1
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 18 Jän. 2021

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gute Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gute Gesundheit und Wohlergehen

Schlagwörter

  • Strabismus divergens intermittens
  • Intermittierender Strabismus
  • Exotropie
  • Netzhautkorrespondenz
  • Panoramasehen

Klassifizierung nach Österreichischer Systematik der Wissenschaftszweige (ÖFOS 2012)

  • 303012 Gesundheitswissenschaften

Applied Research Level (ARL)

  • ARL Level 1 - Beobachtung und Beschreibung eines Prinzips

Forschungsschwerpunkt(e)

  • Nicht zutreffend

Fingerprint

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